Zahnfarbene Füllungen ( Compositefüllungen )

Moderne zahnfarbene Füllungskunststoffe (auch "Composite" genannt, da sie aus einer Kunststoff-Basis und anorganischen Füllstoffen zusammengesetzt sind ) haben heute ein hohes Qualitätsniveau erreicht. Vor allem im Frontzahnbereich (Schneide- und Eckzähne), aber auch für Füllungen von Seitenzähnen, sind Kunststoff-Füllungen heute die Therapie der Wahl.

Durch Anätzen des Zahnschmelzes und Aufbringen von Haftvermittlern kommt es zu einer adhäsiven Verbindung von Kunststoff und Zahnhartsubstanz. Dadurch werden auch erheblich geschwächte Zähne wieder stabilisiert. Da für praktisch jede Zahnfarbe entsprechend gefärbte Komposits zur Verfügung stehen, gelingt meistens eine perfekte ästhetische Anpassung der Füllung.

Welches sind die Nachteile von Komposit-Füllungen?

Während Kunststoff im Frontzahnbereich und bei kleineren, ringsum von Zahnsubstanz umgebenen Defekten ein hervorragender Werkstoff ist, kann seine Verwendung bei grossen Füllungen im Seitenzahnbereich, die bis tief in die Zahnzwischenräume reichen, problematisch sein. Gelegentlich kann es zu einer hartnäckigen Aufbissempfindlichkeit des Zahnes kommen. Ein weiteres Problem ist die Schrumpfung des Kunststoffes bei der Polymerisation, die bei tiefen Defekten zu mikroskopischen Randspalten führt. Dort kann es nach einigen Jahren zu bakterieller Infiltration und Karies kommen. Auch kann sich der Kunststoff nach einiger Zeit verfärben und beim Kauen abnutzen (Abrasion). Die Lebensdauer solcher ausgedehnter Kunststoff-Füllungen ist daher auf ca. 3-6 Jahre begrenzt und von der Mundhygiene des Patienten abhängig. Als dauerhafte Alternative zum Komposit ist stets eine Versorgung mit Keramikinlays zu erwägen.

Vor- und Nachteile von Komposit (Kunststoff)-Füllungen

+ relativ preiswert
+ Stabilisierung der Zahnsubstanz
+ gute Ästhetik
+ Versorgung in einer Sitzung möglich

- bei grossen Füllungen nicht langzeitbeständig
- gelegentlich Aufbiss-Schmerz
- Verfärbung und Abrasion möglich
- problematisch bei Zahndefekten, die unter das Zahnfleisch gehen.